»Man kann ja auch einfach mal was gut finden. Nicht immer nur so kritischkritisch im Theater. Uns geht's doch gut. Wir leben in Freiheit. Das kann man doch einfach mal feiern. Ein Fest der Freiheit, zu dem alle eingeladen sind. Auch die, die es noch nicht geschafft haben, sich zu befreien.« 


Seit der »friedlichen Revolution« von 1989 feiern wir jährlich in offiziellen Festveranstaltungen die Geburtsstunde der neuen deutschen Identität als vereintes und freies Volk. Talking Straight Will Set Us Free simuliert einen solchen Staatsakt. Was ist echte Selbstbestimmung, was nur neoliberale Propaganda und um wessen Freiheit geht es eigentlich? 

Unter dem Label Talking Straight werden seit 2010 Managementseminare, Stadt- und Museumsführungen, religiöse Rituale und andere institutionalisierte Formen des sozialen Austauschs in einer mitteleuropäisch klingenden »Fremdsprache« simuliert. Nach dem Talking Straight Festival, das zum Stückemarkt des Theatertreffens 2015 eingeladen und mit dem Preis der Autoren ausgezeichnet wurde, und der nationalesoterischen Konferenz-Reenactment Aussöhnen mit Deutschland II folgt nun die dritte Arbeit der Kompanie Talking Straight im Studio Я.

Photos (c) Ute Langkafel MAIFOTO

 

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